Diese Seite bietet exemplarische statistische Auswertungen der annotierten Sappho-Fragmente und der analysierten Rezeptionszeugnisse. Den Auftakt bilden die Rezeptionsindizes, ein zusammengesetzter Wert zur Messung der Rezeptionsstärke einzelner Texte. Darauf folgen durchschnittliche intertextuelle Relationen und gemeinsame Phänomene, besonders dichte intertextuelle Beziehungen sowie Phänomene als Grundlage intertextueller Relationen. Die weiteren Abschnitte zeigen alle Phänomene im Vergleich, ihre Verteilung nach Fragment-Referenz, im Laufe der Zeit und nach Gattung sowie Zusammenhänge von Stoff-Komponenten, Personenreferenzen, Werkreferenzen und Zitaten. Abschließend widmen sich zwei Abschnitte genderspezifischen Analysen sowie einer Popularitätsanalyse mittels Wiki-Metriken.
Nähere Informationen zur exemplarischen Analyse sind hier zu finden.
Eine Netzwerkvisualisierung aller Daten ist hier verfügbar.
Einfache Häufigkeitsverteilungen einzelner Phänomene und Auflistungen aller intertextuellen Beziehungen können über den Reiter »Rezeptionsphänomene« (in »Analyse«) angesteuert werden. Häufigkeitsverteilungen zu zeitlichen und räumlichen Schwerpunkten finden sich in den einzelnen Verzeichnissen über den Reiter »Rezeptionszeugnisse« (in »Texte«).
Statistik 1: Rezeptionsindizes
Der Rezeptionsindex R(t) ist ein
zusammengesetzter Wert auf einer Skala von 0 (schwach) bis 1 (stark), der
angibt, wie intensiv die gemessene Rezeption ist. Der Index vereint zwei
Dimensionen: die Phänomendichte P(t) – die Gesamtzahl
aller einem Text zugeordneten analytischen Einheiten (Personen-, Orts- und
Werkreferenzen, Figuren, rhetorische Topoi, Motive, Themen, Stoffe und Zitate)
– und die intertextuelle Vernetzung I(t), gemessen an der
Anzahl der Intertext-Knoten, in denen der Text als Objekt auftritt. Da beide
Rohwerte einer rechtsschiefen Verteilung folgen, werden sie logarithmisch
transformiert (log(1 + x)), um den Einfluss von Ausreißern zu
minimieren, ohne jedoch die Rangordnung zu verändern. Als
Normalisierungsankerpunkt dient der Median der exemplarisch analysierten Texte;
durch Division durch das Doppelte des log-transformierten Medians wird dieser
Ankerpunkt auf 0,5 gesetzt.
R(t) = 0,75 ·
Pnorm(t) + 0,25 · Inorm(t)
Die Phänomendichte wird mit drei Vierteln gewichtet, da sie das inhaltliche Analysevolumen unmittelbar abbildet; die intertextuelle Vernetzung fließt ergänzend zu einem Viertel ein.
Statistik 2: Durchschnittliche intertextuelle Beziehungen und gemeinsame Phänomene
Wie viele intertextuelle Relationen verbinden einen Text im Durchschnitt mit anderen? Und wie viele Phänomene teilt ein Text im Schnitt mit seinen intertextuell verbundenen Texten?
Statistik 3: Intertextuelle Beziehungen und Textähnlichkeiten
Welche intertextuellen Relationen verbinden die meisten Phänomene? Sichtbar wird, zwischen welchen Texten die reichhaltigsten impliziten Ähnlichkeiten bestehen – unabhängig von expliziten Referenzen.
Statistik 4: Phänomene als Grundlage intertextueller Relationen
Welche Phänomene sind am häufigsten ausschlaggebend für intertextuelle Relationen zwischen Sappho-Fragmenten und Rezeptionszeugnissen sowie zwischen Fragmenten und Rezeptionszeugnissen untereinander?
Phänomentypen als Basis für intertextuelle Beziehungen
Kookkurrenzen von Einzelphänomenen
Im inneren Ring sind die Phänomentypen, im äußeren die einzelnen Phänomene. Die Segmentbreite gibt deren Häufigkeit an. Die Sehnen in der Mitte verbinden Phänomene, die besonders häufig gemeinsam in intertextuellen Relationen auftreten – Breite und Deckkraft skalieren mit der Kookkurrenzstärke.
Häufigste Phänomen-Kombinationen
Statistik 5: Alle Phänomene im Vergleich
Welche Phänomene werden in Sappho-Fragmenten sowie in Rezeptionszeugnissen aktualisiert – und wo liegen die auffälligsten Übereinstimmungen oder Verschiebungen?
Überblick (Top-N)
Nach Phänomentyp
Statistik 6: Phänomene nach Fragment-Referenz
Welche Phänomene werden in Rezeptionszeugnissen, die auf bestimmte Fragmente Bezug nehmen, übernommen, welche ausgelassen – und welche kommen neu hinzu?
Statistik 7: Phänomene im Laufe der Zeit
Wie verteilen sich konkrete Phänomene über die Zeit? Die Blasengröße zeigt, in wie vielen Rezeptionszeugnissen eines Jahrzehnts ein Phänomen annotiert ist; die Farbe kennzeichnet den Phänomentyp.
Überblick (Top-N)
Nach Phänomentyp
Statistik 8: Phänomene nach Gattung
Welche Phänomene dominieren in welcher Gattung? Die Farbintensität der Zellen zeigt die Häufigkeit innerhalb jeder Gattung; die Farbe kennzeichnet den Phänomentyp.
Überblick (Top-N)
Nach Gattung
Nach Phänomentyp
Statistik 9: Stoff-Komponenten
Welche Phänomene treten gemeinsam mit einem bestimmten Stoff auf? Der innere Ring zeigt die Phänomentypen, der äußere Ring die einzelnen Phänomene; die Segmentbreite entspricht der relativen Häufigkeit.
Statistik 10: Personenreferenzen und Figuren
Welche Personen und Personentypen werden in Sappho-Fragmenten sowie in Rezeptionszeugnissen besonders häufig nicht nur referenziert, sondern treten auch als Figuren auf? Der Vergleich zeigt pro Person bzw. Personentyp die Referenz- und Figurenhäufigkeit.
Statistik 11: Werkreferenzen und Zitate
Welche Werke werden in den 99 analysierten Rezeptionszeugnissen nicht nur referenziert, sondern auch zitiert?
Statistik 12: Genderspezifische Analysen
Wie sieht die Geschlechterverteilung aus – insgesamt, im Zeitverlauf, nach Gattungen und nach Phänomenen? Die Gender-Angaben stammen von Wikidata, sind binär und zumeist keine Selbstidentifikationen. Für die Phänomene wurden außerdem nur die Autor_innen der exemplarisch analysierten Rezeptionszeugnisse berücksichtigt.
Statistik 13: Popularitätsanalysen mit Wiki-Metriken
Wie populär sind Autor_innen von deutschsprachigen Sappho-Rezeptionszeugnissen im Wikiversum – und wie präsent sind sie im Korpus? QRank erstellt eine Rangliste von Wikidata-Einträgen, indem es die Seitenaufrufe aus Wikipedia, Wikispecies, Wikibooks, Wikiquote und weiteren Wikimedia-Projekten zusammenführt. Sitelinks sind die Wikipedia-Sprachversionen von Artikeln. Die Korpuspräsenz gibt an, mit wie vielen Rezeptionszeugnissen eine Person im Korpus vertreten ist.
QRank vs. Korpuspräsenz
Jeder Punkt ist ein_e Autor_in. Die X-Achse zeigt die Korpuspräsenz (Anzahl der Rezeptionszeugnisse im Korpus), die Y-Achse den QRank (Wiki-Popularität).
Top-Autor_innen nach QRank